Definition von Kliffküste

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Kliffküste
Die Kliffküste, auch Abbruch- oder Abrasionsküste, bezeichnet eine Küstenform, die durch das Wirken der Meeresbrandung auf eine Steilküste gestaltet wird (Gegenbegriff: Flachküste).

Durch die ständige Arbeit der Meeresbrandung, der Abrasion, entsteht an der Küste ein Steilabfall, das Kliff. Hier findet ein ständiger Hangabtrag statt. Die Meereswellen laufen auf der Abrasionsplatte oder Schorre an und prallen an den Fuß des Steilufers. Dort bilden sie durch anhaltende Abrasionswirkung Brandungshohlkehlen aus, oberhalb verbleibt ein Überhang. Dieser Überhang prägt sich immer stärker aus, bis das Eigengewicht ihn zum Absturz bringt. Das abgebrochene, locker auf der Schorre aufliegende Material wird vom Meerwasser nach und nach abgetragen. Durch den Abbruch des Kliffs wird die Küste ins Landesinnere rückversetzt. Gleichzeitig vergrößert sich durch diese Prozesse die Abrasionsplattform. Die Geschwindigkeit, in der dies geschieht, hängt insbesondere von der Stärke der Brandung, der Höhe des Kliffs und der Härte des anstehenden Gesteins ab. Die Kliffküste bildet sich häufig bei anstehendem Lockermaterial aus, wie beispielsweise das Rote Kliff auf Sylt, kann aber auch bei Festgestein entstehen wie bei den Steilküsten auf Rügen.


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